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Wissensbasis Canyoning

Ablängen des Seiles


Aktualisiert:21.08.07

Beim Abseilen in turbulentes Wasser besteht die reale Gefahr, sich in den Seilenden zu verfangen und sich nicht befreien zu können. Es hat so schon Todesfälle gegeben. Auch bei schnell abfließendem Wasser besteht die Gefahr, dass sich lange Seilenden im Wasser verfangen oder an scharfen Kanten oder Rauhigkeiten durch die starke Bewegung schnell verschleißen.

Idealerweise ist das Seil so abzulängen, dass das Seil unmittelbar oberhalb der Wasseroberfläche endet, d.h. der Abseilende muss sich nicht aus dem Achter ausbinden, sondern seilt einfach über das Seilende hinaus und landet so im Wasser. Natürlich ließe sich ein derart angebrachtes Seil nur schwer abziehen, so dass ein längeres Abziehseil zur Verfügung stehen muss. Dieses darf dann aber auch nicht im Wasser hängen. Idealerweise sehen die Abläufe etwa so ab:

Abgeseilt wird dabei meist am Einfachstrang. Ist die Abseilstelle sehr gut einsehbar, so kann man das Seil schon von oben auf die richtige Seillänge ablängen, ansonsten seilt man mit Hilfe einer lösbaren Verbindung an einem zu kurz abgelängten Seil ab. Ist die Wasseroberfläche sichtbar, so wird auf Zeichen des Abseilenden hin so lange abgelassen, bis die Seillänge stimmt. Das Seil wir dann wieder fixiert und der Abseilende seilt bis ins Becken ab.

Ist er aus dem Becken heraus, so kann ihm das Ende des Abziehseiles zugeworfen werden. Am besten wird dann auch gleich die Abziehprobe durchgeführt. Das Abziehseil wird dann so geführt, dass es nicht im turbulenten Wasser liegt und nicht die weiteren Abseilenden behindert.

Je nach Bedingungen können verschiedene Optionen nötig werden, z.B. könnte das Abziehseil für ein Rappel-Guidee verwendet werden, oder der erste Abseilende könnte gleich das Abziehseil im Sack mitnehmen, um mittels geworfenem Treibanker aus dem Gumpen zu gelangen.

Aber auch beim Abseilen am Doppelstrang ist das Ablängen sinnvoll. So können entweder beide Seilenden z.B. mit lösbaren Verbindungen abgelängt werden, oder es wird nur ein Seilende abgelängt, die Abseilenden haben dann dafür zu sorgen, dass der längere Strang möglichst nicht im Wasser hängt.

Autor(en) und Copyright: MP

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