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Einschlaganker


Aktualisiert:31.03.07

Einschlaganker sind vom Typ Expansionsanker. Die Verkeilung mit dem Fels erfolgt durch Einschlagen eines Keils von hinten. Dadurch wird einer der Nachteile des Kronenbohrhakens , die Abhängigkeit von der Bohrlochtiefe vermieden. Da ein getrennter Bohrer verwendet wird, muß der Einschlaganker nicht gehärtet sein und kann aus korrosionsfestem Material hergestellt werden.

Es gibt einteilige Systeme, bei denen Anker und Lasche fest verbunden sind, z.B. "Long Life" von Petzl, sowie mehrteilige Systeme, bei denen Anker und Lasche durch eine Schraube verbunden werden..

Das Bohrloch kann mit einem elektrischen Bohrhammer oder manuell gebohrt werden.  Nach erreichen der vorgeschriebenen Bohrtiefe wird das Bohrloch gründlich gereinigt. Danach wird der Einschlaganker bis zum Anschlag in das Bohrloch eingeführt und anschließen mit einem speziellen Dorn der Keil eingeschlagen. Dabei spreizt der Keil die Spitze auf (->Expansionsanker) und erreicht so die Verankerung im Fels.
 
Anschließend wird bei mehrteiligen Systemen mit einer passenden Schraube  eine Lasche daran befestigt. Zu beachten ist dabei das relativ geringe Anzugsdrehmoment (Herstellervorschrift beachten!).

Einschlaganker gibt es in verschiedenen Größen, z.B. 10x30mm, 10x40mm(M8-Schraube) oder 12x40mm, 12x50mm (M10-Schraube). Der "Long Life" von Petzl hat eine Grösse von 12x47mm.

Diese Einschlaganker sind nur selten normgerecht! Auch wenn sie aus Edelstahl sind, so sind sie doch meistens zu kurz.und erreichen die vorgeschriebene Einbindetiefe von 70mm nicht.
 
Ein normgerechter Einschlaganker (12x70mm) würde ein 40% größeres Bohrloch als ein normgerechter Expressanker (10x70) benötigen und wäre auch schwerer. In diesem Fall ist sicherlich dem Expressanker der Vorzug zu geben
.
Im Vergleich zu Kronenbohrhaken weisen Einschlaganker allerdings einige Vorteile auf.

Autor(en) und Copyright: MP

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