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Wissensbasis Canyoning

Flaschenzüge


Aktualisiert:10.12.06

Flaschenzüge dienen dazu, den maximalen Betrag der Kraft zu verringern, der zum Heben einer Last nötig ist, z.B. wenn man nicht in der Lage ist,  einen am Seil hängenden 80 kg Mann zu heben, oder man nicht die notwendige Kraft zum Spannen einer Seilbahn aufbringt. Mit einem einfachen Flaschenzug könnte man theoretisch die benötigte Kraft halbieren, wobei sich die einzuziehende Seillänge verdoppelt. Leider spielen die Reibungskräfte an den Rollen oder Umlenkungen eine sehr große Rolle, so daß die Kraftverringerung sehr viel geringer ausfällt.

Beim Canyoning sind Flaschenzüge optimal, die einfach sind, keine besondere Hardware erfordern, möglichst wenig Reibung im System haben und sicher sind, d.h. es bei einer Fehlbedienung nicht zu einem "Durchrauschen" kommt. Bei einer geplanten Bergung oder einem geplanten Seilbahnbau wird man möglichst zu speziellen Rollen, evtl. mit eingebauten Rücklaufsperren greifen, die viel geringere Reibungsverluste und Vorteile in der Handhabung haben.

In geeigneter Position und bei ausreichender Personenzahl kann es oftmals schneller und effektiver sein, einen Mannschaftzug einzusetzen, d.h. es wird direkt oder über eine einfache Seilrolle mit allen verfügbaren Personen das Seil gemeinsam eingezogen. Aus Sicherheitsgründen ist dabei immer eine auch unter Last wieder lösbare Rücklaufsperre einzusetzen!

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Flaschenzügen, viele sind kompliziert im Aufbau. Um auch im Falle einer Rettungsaktion schnell und sicher handeln zu können, sollte man sich ein oder zwei verschiedene Typen einprägen und deren Aufbau regelmäßig einüben. Einer von diesen sollte sich mit Material aufbauen lassen, das man bei jeder Canyoningtour mit sich führt, z.B. Karabiner, Achter und Shunt (oder Tiblock). Als Beispiel dafür mag unser Flaschenzug Typ I  dienen.

Autor(en) und Copyright: MP

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