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Wissensbasis Canyoning

Fotografieren und Filmen in der Schlucht


Aktualisiert:06.01.10

Zum Filmen oder Fotografieren beim Canyoning ist eigentlich nur eine wasserdichte Kamera oder eine Kamera im wasserdichten Gehäuse praktikabel. Zwar wird gelegentlich eine normale Film- oder Fotoausrüstung in einem wasserdichten Koffer (TypPelicase) mitgenommen, der Aufwand beim Ein-und Auspacken um die Ausrüstung trockenzuhalten ist jedoch sehr zeitaufwändig. Außerdem ist die Ausrüstung sehr sperrig.

Wer noch mit altem Filmmaterial fotografieren mag, für den gibt es z.B. bei ebay gebrauchte wasserdichte 35mm Kameras von Minolta (Weathermatic) und Canon, die recht gute Bilder machen.


Wasserdichte Digitalkameras:

Bei digitaler Fotografie gibt es die Möglichkeit eine übliche Kompaktkamera in ein wasserdichtes Gehäuse zu packen. dieses ist aber meist mindestens so teuer wie die Kamera selbst. Außerdem ist das Gehäuse recht sperrig. Allerdings ist die Bildqualität meist erheblich besser als die der nachfolgend beschriebenen wasserdichten Kameras.

Die auf dem Markt befindlichen wassedichten Digitalkameras sind meist robust und haben sich beim Canyoning in Bezug auf Wasserdichtigkeit sehr gut bewährt. Allerdings haben sie aufgrund der kleinen Bauform meist sehr kleine Sensoren mit sehr vielen Pixeln und sehr kleine Optiken. Das führt aus technischen Gründen meist zu einer schlechten Bildqualität (z.B. durch Farbrauschen), sobald die Helligkeit nicht mehr ganz optimal ist - und das tritt in der Schlucht leider sehr häufig auf. Leider wird diese Tendenz durch den Megapixelwahn noch verstärkt.  Eigentlich reichen schon 2 Megapixel für ein Bild in einer Größe von 13x18 völlig aus, auch die besten Beamer kommen z.Z. kaum über 2 Megapixel hinaus. Gebraucht würden die heute üblichen 10 Megapixil also höchstens für Poster oder die Vergrößerung sehr kleiner Bildausschnitte - doch dazu ist die Objektivqualität dieser kleinen Kameras viel zu schlecht.

Digitalkameras am Markt:
- Olympus:   µ850SW, µ1030SW
- Canon:  Powershot D10
- Pentax:     Optio W30, OptioW60
- Panasonic: FT1
- Fuji:          Finepix Z33WP
Unbekannte Hersteller, Vertrieb über:
- Minolta, Vivitar, Sea&Sea
- Rollei


Wasserdichte Camcorder:

Hier tut sich z.Z. eine ganze Menge, so daß ständig Neuentwicklungen zu erwarten sind.

Zur Zeit gibt es zwei Hersteller von wasserdichten (digitale) Camcordern:  Sanyo, die in MPEG4 in einem Format von 640x480Punkten aufzeichnen, und Panasonic, die MPEG2 und 704x576 (auch PAL) verwenden. Sie sind klein und handlich, zeichnen die Filme auf Flash-Speicher auf und sind bis ca. 1,5m Wassertiefe wasserdicht.

Zusätzlich gibt es Helmkameras diverser Hersteller,  bei der ein wasserdichter Kamerakopf direkt am Helm montiert werden kann. Das eigentliche Aufnahmegerät (DigiCam mit Videoeingang, Flash-Videorecorder) ist meist wasserdicht im Rucksack verstaut. Bei den Geräten von Oregon Scientific oder auch beim VHoldR ist das Aufnahmegerät im Kamerakopf integriert.
Vorteil der Helmkameras ist, daß man die Hände beim Filmen frei hat. Nachteilig ist, daß man beim Filmen den Bildausschnitt nicht sehen kann - dieser  wird nur von der Kopfhaltung bestimmt.Verwackelte Bilder mit schiefem oder falschem Bildausschnitt sind also an der Tagesordnung. Zusätzlich ist meist auch keine Fokussierung möglich.

Die Zusammenstellung eines Helmkamerasystems mit guter Qualität und Bildmonitor für den Betrieb in der Schlucht ist meist recht teuer und kompliziert, also wirklich etwas für Spezialisten.

Camcorder am Markt:
- Panasonic:  SDR - SW20, SDR-SW21 EG-D
- Sanyo:        XACTI VPC-CA65, Sanyo Xacti VPC-WH1EX
Helmkameras:
- Oregon Scientific: ATC 3000, 5000
- Kameraköpfe und Zubehör von Pacelog, Blickvang
- Aufnahmegeräte: div. Camcorder mit AV-Eingang (Aiptec, Sony),PMP's, Spez. Aufnahmegeräte (ChaseCam,..)

(Stand Juni 2009)

Autor(en) und Copyright: Martin Pahl

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