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FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis


Aktualisiert:30.05.07

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine von Zecken übertragene Virus-Erkrankung, die das Gehirn oder die Hirnhaut befallen kann. Im Jahr infizieren sich in Deutschland ca. 300 Personen, 90% davon bei Freizeitaktivitäten. In den Risikogebieten sind 0,2-5% aller Zecken mit dem FSME-Erreger infiziert. Eine Behandlung der Infektion ist schwierig, eine vorbeugende Impung aber möglich.

Bei ca. 2/3 der Infizierten gibt es nur leichte, grippeähnliche Symptome. Bei 1/3 wird das Gehirn oder die Hirnhaut befallen, was mit schweren Symptomen oder bleibenden Schäden einhergeht, bei 1 % verläuft die Erkrankung tödlich. Neuerdings ist im Raum Ansbach-Sulbach (Bayern) eine andere, noch agressivere Form des FSME aufgetreten. Es gibt aber auch weitaus gefährlichere Varianten wie die  in Russland, Korea und Japan auftretende  RFSE (Russische Frühsommer Encephalites), die eine Letalität von ca 30% aufweist.

Gegen alle diese Formen bietet eine Impfung allerdings Schutz.

Im Gegensatz zur Borreliose wird der Erreger der FSME beim Einstich sofort übertragen, da er im Speichel der Zecke ist. Es gibt aber auch noch andere von Zecken oder anderen Insekten übertragene Krankheiten, die für den Canyonisten eine Rolle spielen können.

Neben der Impfung ist der beste Schutz, nicht von der Zecke gestochen zu werden, indem man entprechend dicht schließende Kleidung trägt, Repellants (Vergrämungsmittel) verwendet und regelmäßig den Körper absucht. In Deutschland gelten große Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie der Süden von Hessen und Thüringen als Risikogebiete.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden 2003 und 2004 in Deutschland jeweils nur knapp über 270 Ansteckungsfälle registriert. 2005 waren es 432, 2006 bereits 541 Fälle. Auch in der Schweiz und Tschechien habe sich die Zahl der FSME-Fälle seit 2004 verdoppelt. Die Ursache für die Zunahme ist unklar und könnte auch an einem höheren Risikobewußtsein und einer besseren Diagnose liegen.

In Österreich dagegen sei die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen vergleichsweise gering, da sich fast 90% Prozent der Bevölkerung gegen FSME impfen ließen.

Autor(en) und Copyright: MP

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