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Wissensbasis Canyoning

Gesundheitsrisiken


Aktualisiert:30.05.07

Canyoning stellt gewisse Anforderungen an die Gesundheit und birgt auch spezielle gesundheitliche Risiken. Erforderlich ist eine gute Kondition und eine gewisse Abhärtung.

Unmittelbare Beeinträchtigungen gibt es durch Unterkühlung, aber auch durch Überhitzung, Sonnenschäden  oder Dehydration. Als durchaus anstrengende Outdoor-Sportart können auch Überbelastungen oder kleinere und größere Verletzungen dazukommen.

Auch mit durch das eindringende kalte Wasser verursachte Ohrenprobleme wie Schmerzen, Entzündungen oder Gehörgangsexostosen können auftreten.

In einigen Ländern gibt es ein (geringes) Risiko durch Schlangen. Diese weichen aber den Menschen aus, so daß es selten zum Schlangenbiß kommt. In Europa sind Schlangen aber nicht so giftig, daß bei Erwachsenen unmittelbare Gefahr besteht. Es  gibt aber Gebiete, z.B. in Süd-Frankreich am Chassezac wo sie sehr häufig sind.

Durch den innigen Kontakt zur Natur, speziell auch durch Reisen in exotischere Gegenden gibt es die Möglichkeit der Ansteckung mit einigen unangenehmen Krankheiten. Besonders bei Tropenreisen ist unbedigt vorher abzuklären, welche Krankheitsrisiken in dem jeweiligen Land bestehen und welch Impfungen notwendig sind!

Allerdings lauern Gefahren nicht nur in exotischen Ländern, auch bei uns können z.B. Zecken gefährliche Krankheiten übertragen. Im Mittelmeerraum ist die Leishmaniose weit verbreitet, die in erster Linie Hunde, aber auch Menschen befällt. Auch können überall tote, verwesende Tiere im Wasser liegen. In einige Bäche werden ungeklärte Abwässer eingeleitet. Die Geruchsbelästigung ist dabei sicherlich noch das harmloseste, so daß man sich z.B. die Begehung des sonst sehr schönen unteren Vione sehr gut überlegen sollte.

Einige für den Canyonisten relevante ansteckende Krankheiten (keine Panik, das Infektionsrisiko ist meist relativ gering...):

Krankheit / Vorkommen Übertragung durch
 Symptome / Prognose
 Impfung
 Behandlung
Tetanus / Wundstarrkrampf Sporen in Wunden
häufig tödlich obligatorisch!  
Borreliose Zecken Wanderröte, später Nervenschäden, gichtartig
nein Antibiotika
FSME Zecken Hirnhautentzündung / 1% tödlich
empfehlenswert  
Krim-Kongo-Fieber (Türkei) Zecken hämorrhagisches Fieber / 50% tödlich nein  
Hepatitis A Wasser Fieber, Gelbsucht ja  
Chikungunya (Reunion) Mücken Fieber, starke Gelenkschmerzen    
Leishmaniose (Mittelmeerraum)
Sandmücken sehr vielfältig nein eingeschränkt
 Leptospirose  Wasser Fieber, evtl. Hautauschlag, Meningitis, Gelbsucht. Unbehandelt bis 20% tödlich
nur bei Risikogruppen (z.B. Kanalarbeiter)
Antibiotika innerhalb v. 4 Tagen nach Infektion
         

Zusammenfassend ist zu sagen, daß zumindest die Tetanus- und FSME-Impfungen für jeden Canyonisten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten.

Autor(en) und Copyright: MP

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