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Wissensbasis Canyoning

Gruppenstärke


Aktualisiert:17.12.06

Eine optimale Gruppenstärke ist sehr wichtig für die Sicherheit und das Tempo bei einer Schluchtbegehung. Die optimale Gruppenstärke gibt es nicht, da unterschiedliche Faktoren dafür eine Rolle spielen:
  • Fähigkeiten, Können und Ausdauer der Teilnehmer
  • Homogenität der Gruppe
  • Art und Schwierigkeit des Canyons
  • benötigte, bzw. mitgeführte Ausrüstung
  • Länge der Tour
  • Sicherheit des Wetters
Der Begriff  "optimal" ist etwas irreführend, da klarzustellen wäre, was damit eigentlich gemeint ist: höchste Sicherheit, maximale Geschwindigkeit (bedeutet bei unsicherm Wetter auch Sicherheit) oder den größten Spaß. Eine große Gruppe mehrerer Familien kann an einem leichten Spiel- und Wandercanyon mit viel Zeit wirklich optimal sein - an einem langen Abseilcanyon wäre sie unverantwortlich.

Nachfolgende Aussagen gelten für Gruppen mit Personen etwa gleicher Fähigkeiten. Für geführte Gruppen, also Guides mit Gruppen gänzlich Unerfahrener, gelten ganz eigene Besonderheiten, auf die hier nicht eingegangen werden soll.

Alleingehen gilt als unverantwortlich - wer es trotzdem macht muß sich der Risiken bewußt sein. Deshalb soll hier nicht näher darauf eingegangen werden.

Die Zweier-Gruppe ist sehr schnell, hat aber bei Unfällen Probleme. Eine eventuelle Rettung muß alleine durchgeführt werden, bei Verletzten (gerade bei Bewußtlosen) gibt es das bekannte Dilemma: "bleibe ich beim Verletzten oder hole ich  Hilfe?" Mehr Sicherheit bietet da die 3er-Gruppe.

Optimal im Sinne von Sicherheit und Geschwindigkeit dürften 4 Personen sein,  die als 2 - 2er Gruppen operieren und jeweils ausreichend  Ausrüstung haben. Während eine Gruppe die letzte Abseile abbaut  kann die ander schon die nächste einrichten - die Geschwindigkeit ist hoch. Bei Unfällen sind genügend Personen für die Rettung vorhanden, wenn nötig kann eine Gruppe Hilfe holen, eine Person kann beim Verletzten bleiben .

Je mehr Personen dann dazukommen, desto langsamer wird die Gruppe, vor allem in Abseilcanyons. Durch gute Organisation ist das zwar z.T. in den Griff zu bekommen. Es besteht aber die Gefahr, daß bei Gruppen über 6-8 Person Gruppenmitglieder wegen fehlender Übersicht "verlorengehen", in diesem Fall ist es besser, die Gruppe aufzuspalten und die Tour leicht zeitversetzt anzugehen.

Autor(en) und Copyright: MP

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