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Handbohrgeräte (Handsetzer, Spitsetzer)


Aktualisiert:11.12.06

Handbohrgeräte, als Teil des Setzzeuges bekannt, sind eigentlich nur stabile Griffe für Bohrer, die mit kräftigen Hammerschlägen in den Fels geschlagen werden sollen. Da es aber verscheidene Bohrersysteme gibt, ist die Auswahl nicht ganz so einfach, wie es vielleicht erscheinen könnte. Allerdings gibt es auch für manche Systeme Adapter.
Handsetzer Der klassische Spitsetzer hat nur ein Außengewinde für Spits oder Kronenbohrhaken, im einfachsten Fall  nur für eine Schraubengröße (z.B. beim Petzl Dübelsetzer M8). Da Kronenbohrhaken technisch veraltet sind und als unsicher gelten, sollte bei einer Neuanschaffung dieser Typ nicht mehr gekauft werden.

Die Raumer und Kong Handbohrer haben ein Innengewinde, auf dem sich Adapter für Spits (M8 und M10), sowie eigene Spezialbohrer für spezielle Haken montieren lassen.

Am universellsten sind Handbohrer mit SDS-Aufnahme für handelsübliche SDS-Steinbohrer (Fixe oder Petzl Rockpecker), hier hat man die größte Auswahl an Bohrern. Lediglich Spezialgrößen wie 9mm für die "Full Time" Einschlaghaken sind nicht in jedem Baumarkt zu bekommen. Auch Adapter für Kronenbohrhaken sind erhältlich.

SDS-Bohrer haben auch den Vorteil, in sehr guten Qualitäten und mit Hartmetallspitzen mit ausgefeilter Schneidengeometrie erhältlich zu sein, die schnelleres Bohren und eine längere Lebensdauer erwarten lassen.

Als Anker werden kurze Expressanker  aus Edelstahl eingesetzt, z.B. M8: 8 x 60 mm Diese sind zwar nicht normgerecht, aber wesentlich sicherer, in etwa genauso schnell zu bohren und etwa gleich teuer wie die klassischen Spits.

Ausreichend große Bohrlöcher für normgerechte Bohrhaken sind aber mit einem Handbohrer sehr mühselig und sollten besser mit einem Akku-Bohrhammer gebohrt werden.

Insgesamt handelt es sich bei der Auswahl immer um einen Kompromiß zwischen Sicherheit, Zeitaufwand beim Setzen und dem Gewicht.

Autor(en) und Copyright: MP

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