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Wissensbasis Canyoning

Handschuhe


Aktualisiert:06.06.07

Handschuhe erfüllen beim Canyoning mehrere Funktionen: bei sehr kaltem Wasser die Hände warm zu halten und gleichzeitig vor mechanischen Verletzungen, wie auch der Seilreibung beim Abseilen zu schützen. Gleichzeitig verringern sie aber auch das Tastgefühl und verursachen z.B. das Risiko in den Abseilachter gezogen zu werden. Viele Canyonisten tragen deshalb keine Handschuhe.

Wichtig ist, daß das Material verschleiß- und reißfest ist, sich nicht im Wasser dehnt, wenig Wasser aufnimmt und gut trocknet. Dabei kommen fast nur moderne Kunstfasern und Beschichtungen in Frage. Leder, z.B., wird im Wasser weich und geht dann schnell kaputt. Die Handschuhe müssen eng anliegen, damit sie sich nicht verhaken können, versehentlich von den Händen oder in den Abseilachter gezogen werden können. Außenliegende Bänder oder Haken sind ungünstig.

Handschuhe
  • Neoprenhandschuhe:
    aufgrund der Isolierfähigkeit des Materials und der fehlenden Wasserzirkulation die wärmsten Handschuhe. Gleichzeitig aufgrund der Materialstärke das geringste Tastgefühl. Sehr hoher Verschleiß!
  • Strickhandschuhe mit Griffnoppen oder Latex-Beschichtung auf Fingern und Handfläche:
    relativ geringe Isolationswirkung aufgrund der Durchströmung. Sehr gut zum Schutz der Hände gegen mechanische Einwirkung. Sehr viele unterschiedliche Ausführungen von Baumwolle (nicht empfehlenswert) bis hin zu Schnittschutzhandschuhen aus Kevlargewebe. Wichtig ist eine enge Passform, da diese Handschuhe sich oft im Wasser dehnen.
  • Ansonsten gibt es auch spezielle Canyoning-Handschuhe oder persönliche Vorlieben wie dickere Haushalts-Gummihandschuhe. Ob und welche Handschuhe man trägt ist vielfach eine Geschmacks- oder Gewohnheitsfrage.
    Keine Geschmacksfrage ist es aber, im Erste-Hilfe-Set ein paar Schutz- oder Latexhandschuhe mitzuführen, um Infektionen bei Blutkontakt im Falle eines Unfalls zu zu vermeiden..




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