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Wissensbasis Canyoning

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)


Aktualisiert:29.05.07

Die gesetzlichen Anforderungen an die PSA sind in der Europäischen Union durch eine Richtlinie einheitlich geregelt, so dass in den Mitgliedsstaaten nur PSA verkauft werden dürfen, die den in der  PSA-Richtlinie festgelegten Bestimmungen entsprechen. Diese Anforderungen beziehen sich zum einen auf die sicherheitstechnischen Merkmale einer PSA und zum andern auf die Prüf- bzw. Zertifizierungsverfahren, die eine PSA durchlaufen muss, bevor sie auf den Markt gebracht werden darf.

Um eine PSA sicher verwenden zu können, muss durch den Hersteller eine Gebrauchsanleitung mitgeliefert werden. Von Sicherheitsausrüstung ohne die entsprechenden CE-Kennzeichen sollte man im Interesse der eigenen Sicherheit besser die Finger lassen!

Welche Anforderungen für welche PSA gelten, hängt davon ab, um welche Kategorie von PSA es sich handelt. In Abhängigkeit vom Risiko, gegen das die PSA schützen soll, unterscheidet man zwischen den Kategorien I, II und III Je höher die Kategorie der PSA ist, desto strenger sind die Vorschriften für Konstruktion der Produktion.

  • Katgorie I: für geringfügige Risiken, z.B. einfache Schutzhandschuhe oder Sonnenbrillen. Der Hersteller alleine ist für die Einhaltung der für sein Produkt geltenden Bestimmungen verantwortlich. Die Einhaltung bestätigt er durch die Anbringung des CE-Zeichens an seinem Produkt.
  • Kategorie II: Schutz vor "mittleren" Risiken. Diese Gruppe bildet den größten Teil der auf dem Markt befindlichen PSA. Hierzu gehören z. B. Schutzhandschuhe gegen mechanische Gefahren, Sicherheits- und Schutzschuhe, Schutzbrillen, Gehörschutz oder Helme. Bevor ein Hersteller eine solche PSA auf den Markt bringen darf, muss er ein Muster des PSA-Modells mitsamt der technischen Fertigungsunterlagen einer unabhängigen Prüfstelle zur Prüfung vorlegen und von dieser die Bescheinigung einholen, dass die geprüfte PSA den Bestimmungen entspricht. Bei der Produktion muss der Hersteller dann dafür sorgen, dass seine Produkte dem geprüften Baumuster entsprechen, damit er zur Bestätigung das CE-Zeichen rechtmäßig anbringen kann.
  • Kategorie III:  PSA, die gegen unmittelbare tödliche Gefahren oder ernste und irreversible Gesundheitsschäden schützen sollen. Hierzu gehören beim Canyoning z.B. Karabiner, Seil und Gurtzeug. Bei dieser Kategorie ist zusätzlich zur Baumusterprüfung durch eine Prüfstelle eine Fertigungskontrolle unter Beteiligung einer Prüfstelle vorgeschrieben. Diese Fertigungskontrolle kann in Form von regelmäßigen stichprobenartigen Überprüfungen des Endproduktes durch eine Prüfstelle erfolgen, oder der Hersteller unterhält ein Qualitätssicherungssystem, das von einer Prüfstelle genehmigt und regelmäßig überwacht wird.
    PSA der Kategorie III erkennt man daran, dass hinter dem CE-Zeichen zusätzlich eine vierstellige Nummer steht, die zur Identifizierung der bei der Fertigungskontrolle eingeschalteten Prüfstelle dient.


Autor(en) und Copyright: MP

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