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Schlangenbisse


Aktualisiert:21.12.06

Schlangen beißen normalerweise nur zu, wenn sie sich provoziert fühlen. Erstaunlicherweise werden Schlangenbisse oftmals nicht als solche wahrgenommen, sondern z.B. nur als "stechenden Schmerz in der Wade beim Gehen im hohen Gras". Nur anhand der Symptome kann dann die Diagnose gestellt werden, oftmals sind auch die beiden Einstichlöcher zu sehen.

Die Behandlung besteht darin, den Betroffenen / das betroffene Körperteil möglichst ruhigzustellen und ihn unverzüglich zum Arzt zu schaffen. Alles was die Durchblutung fördert ist zu unterlassen, inclusive das Aussaugen oder Aufschneiden der Wunde. Die Schlangenbißsets mit Skalpell und Pumpe sind für hiesige Gefilde völlig überflüssig und eher schädlich.

In Europa ist die giftigste Schlange die Aspisviper. Deren Gift kann aber einem Erwachsenen kaum wirklich gefährlich werden, es sei denn dieser reagiert allergisch darauf. Zu Glück gibt es in Europa auch ein Universalserum, das für alle hier heimischen Schlangen geeignet ist. Das ist in anderen Ländern nicht so, dort kann eine genaue Identifikation der Schlange lebensnotwendig sein.

Eine Bevorratung mit Schlangenserum kann nur in den wenigsten Fällen sinnvoll sein (z.B. Expedition in den Tropen), da man unterschiedliche Seren braucht und die Halbarkeit - vor allem ohne ausreichende Kühlung - äußerst gering ist. Außerdem kann auch das Serum einen allergischen Schock verursachen, so daß die Behandlung nur durch einen Arzt durchzuführen ist.

Autor(en) und Copyright: MP

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