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Wissensbasis Canyoning

Sonnenschäden (Sonnenstich, Hitzeschlag)


Aktualisiert:09.01.07

So angenehm die Sonne nach einem kühlen Canyon auch sein mag, zu intensive Einstrahlung stellt für den Canyonisten auch eine Gefahr dar. Neben dem Sonnenbrand gibt es noch einige gefährlichere Auswirkungen:

Sonnenstich
Ein Sonnenstich  ist eine durch lang andauernde direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf und Nackenbereich verursachte Schwellung der Hirnhaut. Der Sonnenstich äußert sich durch Schwindel, Übelkeit, die zum Erbrechen führen kann und Nackenschmerzen bis hin zu Nackensteifigkeit (Meningismus).

Vorbeugung:
Helle Kopfbedeckung tragen, Kopf nicht ungeschützt der Sonne aussetzen, Tourenplanung, so daß man nicht in der Mittagshitze ständig in der Sonne ist.

Erste Hilfe:
Den Patienten in den Schatten bringen, Kopf hochlagern, Kühlen des Kopfes mit kalten feuchten Tüchern. Wenn einige Stunden nach der Sonneneinstrahlung hohes Fieber auftritt möglichst schnell Arzt aufsuchen.

Hitzeschlag
Bei dem gefährlichen Hitzeschlag (auch Hitzschlag) steigt die Körpertemperatur auf über 40°C an. Diese akute Überhitzung des Körpers führt zu einer Hirnschwellung. Symptome sind eine Körpertemperatur wie bei sehr hohem Fieber, Krämpfe, Ausbleiben der Schweißabsonderung durch akuten Wassermangel und Bewusstseinstrübung, die wie Müdigkeit und Schlaf erscheinen kann. Es kann zur Hirnschädigung kommen. Ursachen sind häufig eine körperliche Überanstrengung bei feuchter Hitze oder der Aufenthalt in überhitzten geschlossenen Räumen. Möglich wäre sicherlich ein Hitzeschlag auch ohne direkte Sonneneinstrahlung bei starker körperlicher Anstrengung in dickem Neopren.

Vorbeugung:
Ausreichend trinken, nicht in der Sonne oder im Neopren überanstrengen, Tourenplanung, so daß anstrengende Passagen nicht in der Mittagshitze überwunden werden müssen

Erste Hilfe:
Notruf, Kleidung öffnen, sofortige Kühlung: kalte Umschläge, Getränke, Abkühlen im Wasser

Autor(en) und Copyright: MP

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