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Wissensbasis Canyoning

Springen


Aktualisiert:07.06.07

Springen ist einer der beliebtesten Fortbewegungsmethoden im Canyon, gleichzeitig aber nach französischen Unfallzahlen auch diejenige, bei der die meisten Unfälle passieren. Um eine optimale Sicherheit zu haben reicht es nicht aus, nur eine optimale Sprungtechnik zu haben, sondern man muss auch gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um sicher zu sein, dass die Wassertiefe ausreichend ist und keine Hindernisse unter Wasser eingespült worden sind.

Wenn es nur den geringsten Zweifel an der Sprungeignung gibt, so muss erst jemand abklettern oder abseilen und die Sprungstelle auf Tiefe und Hindernisse überprüfen. Anschließend ist der Befund zu signalisieren - erst wenn alles o.k. ist darf gesprungen werden. Natürlich ist auch die Eignung der Absprungstelle zu prüfen:
  • lässt sich die Absprungstelle sicher erreichen?
  • ist ein Anlauf nötig/möglich um den korrekten Eintauchpunkt zu erreichen?
  • besteht die Gefahr des Ausrutschens beim Absprung?
Vor dem Sprung sind lose Ausrüstungsteile zu fixieren, damit z.B. Schlingen mit Karabiner daran beim Eintauchen nicht nach oben schlagen und den Springer im Gesicht verletzen können.

Niedrige Sprünge - so bis 5 m - lassen sich mit mit Bauchgurt gut fixiertem Rucksack durchführen, dadurch wird auch die Eintauchtiefe verringert. Ansonsten wird ohne Rucksack gesprungen. Grundsätzlich ist beim Sprung eine geschlossene Fußstellung mit aufrechter, gespannter Körperhaltung  einzuhalten,  wobei bei zu erwartendem Bodenkontakt die Knie zum Durchfedern leicht gebeugt sein müssen ("weiche Knie"). Nur bei niedrigen Sprüngen darf die Nase zugehalten werden, ansonsten gefährdet man das eigene Gesicht.

Die Arme können zum Ausbalancieren ausgestreckt werden, beim Eintauchen müssen sie aber zur Vermeidung von Verletzungen nach oben gestreckt oder kräftig vor der Brust verschränkt sein. Im Wasser können sie dann zum Abbremsen wieder ausgestreckt werden.

Die beste Kontrolle im Flug hat man, wenn man leicht nach vorn und oben abspringt. Keinesfalls sollte man in Rückenlage geraten oder gar einen Kopfsprung machen.

Nach dem Sprung sollte man den Nachfolgenden umgehend signalisieren, ob alles o.k. ist, oder ob es z.B. Probleme wie Bodenkontakt gegeben hat.

Autor(en) und Copyright: MP

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