Titelbild1 Titelbild2
Bild links
Seitenindex Stichwortsuche: 

Wissensbasis Canyoning

Tourenverpflegung, Ernährung


Aktualisiert:27.05.07

Beim Canyoning ist neben dem ausreichenden Trinken eine geeignete Nahrungsmittelaufnahme notwendig, um nicht während der Tour einen Leistungseinbruch zu erleiden. Ziel ist es, eine optimale, langanhaltende  Ausdauer zu erhalten. Ausführung dieser Sportart und persönliche Vorlieben beim Essen können sehr unterschiedlich sein, daher hier nur einige Erläuterungen.

Der durchschnittliche Energiebedarf beträgt im Ruhezustand ca. 2000-2500 Kalorien. Bei körperlicher Anstrengung kann dieser Wert stark ansteigen, als Extremfall können Expeditionsbergsteigen oder Radrennen genannt werden, bei denen Energieverbräuche von 600-900 Kalorien pro Stunde möglich sind. Zum Glück kommen diese Spitzenwerte beim Canyoning nicht vor - gerade auf längeren Touren sollte man aber immer eine energiereiche Tourenverpflegung mitführen.

Canyoning wird meist als Ausdauersportart betrieben, bei der Energie über einen längeren Zeitraum benötigt wird. Der Aufstieg mit schwerem Rucksack, sowie der Aufenthalt in kaltem Wasser erfordern, daß diese kontinuierlich bereitgestellt werden kann. Wichtig ist also eine entsprechende Nahrungsaufnahme bereits vor der Tour, wobei nach derzeitiger Lehrmeinung langkettige Kohlenhydrate (Brot, Nudeln, etc.), deren Energie langsam abgegeben wird, am geeignetesten sind. Eine geeignetete entsprechende Tourenverpflegung ist sicherlich Vollkornbrot, z.B. als belegte Brote. Haferflocken in Form von Müsliriegeln, Fruchtriegel o.ä. wären auch nicht schlecht, wenn sie nicht so oft einen (zu) hohen Zuckerhehalt hätten.

Stark zuckerhaltige Nahrungsmittel - und dazu können oft auch die Getränke zählen - haben den Nachteil, ihr Energie zwar sehr schnell ins Blut zu bringen, genau so schnell ist die Energie aber auch verbraucht und es erfolgt ein Leistungseinbruch.

Ist die Canyoningtour auch noch so lang, Vitaminmangel wird bei der Tour nicht auftreten, vitaminreiche Kost ist also nicht unbedingt notwendig. Dagegen kann es durch starkes Schwitzen durchaus zu erheblichen Mineralsalzverlusten kommen, die z.B. durch eine salzige Brühe oder  isotonischee Getränke ausgeglichen werden können. Ein Magnesiummangel kann z.B.zu  Muskelkrämpfe führen.

Eine sehr schlechte Idee ist es auch zu meinen, man könne  beim Canyoning  abnehmen, indem man  auf vielleicht vorhandenene , überschüssige "körpereigene Reserven" zurückgreift und in die Fettverbrennung kommt.  In diesem Bereich arbeitet  der Körper mit begrenzter Leistungsfähigkeit  und das kann unter Umständen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Insgesamt haben Untersuchungen des Alpenvereins gezeigt, daß spezielle Sportlernahrung keine wesentlichen Vorteile für den Bergsportler bringt, weder gewichts- noch leistungsmäßig. Bis auf Sonderfälle dürfte eine ausgewogene, nicht zu süße oder fette Tourenverpflegung sinnvoll sein, die einem auch schmeckt und nicht zu schwer im Magen liegt. Ein paar Stullen, Frucht- Müsli- oder Schokoriegel zusammenmut einem Getränk, und wenn man noch Platz hat auch noch ein Apfel oder eine Apfelsine - sind durchaus ok.

Autor(en) und Copyright: MP

Canyoning ist eine eigenverantwortliche Risikosportart, die umfangreiche eigene Kentnisse erfordert. Websitebetreiber und Autoren können keine Verantwortung für Fehlinterpretationen dieser Seiten oder fehlerhafte Angaben darin übernehmen.
Wir bitten bei möglichen Fehlern, Verbesserungsvorschlägen oder eigenen Beiträgen um Benachrichtigung!