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Verbundhaken/-anker


Aktualisiert:04.12.06

Verbundhaken Verbundanker (oft fälschlicherweise Klebeanker genannt) werden mit einem Verbundmörtel in ein Bohrloch einzementiert. Bei den verwendeten Ankern handelt es sich um sogenannte "Zugzonen-Anker". Zugzonen treten z.B. an der unterseite von Decken auf. Bohrlöcher in Zugzonen können sich im Laufe der Zeit vergrößern und eine nach Außen konische  Form annehmen. Bei einem geklebten Anker würde der Kleber reißen und der Haken herausfallen.

Bei einem Verbundanker klebt der Mörtel nicht am Anker, sondern ist nur mit groben Rauhigkeiten, wie z.B. Riefen oder Kerben mit diesem verzahnt.Weitet sich das Bohloch, so bleibt der Anker weiterhin im Mörtel fixiert.

Vorteilhaft ist, daß im Gegensatz zu Expansionshaken keine Expansionskräfte auf das Bohrloch wirken, auch kann kein Wasser eindringen und zu Korrosion oder Frostsprengung führen. Allerdings gibt es relativ viel, was falsch gemacht werden kann, so daß sehr sorgfältiges Arbeiten nötig ist.

In jedem Fall ist die Einbauanleitung des Herstellers penibel zu befolgen, auch beim verwendeten Mörtel. Speziell Mörtelglaspatronen erfordern absolut präzise Bohrlochdimensionen, damit sich beide Komponenten korrekt vermischen können und nicht eines davon "verlorengeht". Auch eine zu heiße Lagerung (im Auto!) hat schon zum völligen Versagen des Mörtels geführt.

2K-Kartuschenmörtel darf dagegen nur mit geeigneten Kartuschenpistolen verarbeitet werden, die beide Kartuschen auspressen, die ersten Hübe, die aus dem Statikmischer austreten sind immer zu verwerfen! Ein blockierter Mischer kann z.B. dazu führen, daß nur Mörtel aber kein Härter austrtitt, dieser Mörtel wird nie hart!

Es hat schon recht viele Hakenversagen gegeben, die auf solche Fehler zurückzuführen sind.

Eine gute typische Setzanleitung ist hier zu finden.

Autor(en) und Copyright: MP

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